Bildungs- und Berufsbezogene Beratung und Qualifizierung

Der Arbeitskreis „Bildungs- und Berufsbezogene Beratung und Qualifizierung“ wird von den Mitarbeitern der Teilprojekte "Bildungsberatung für Arbeitsmarkt, Weiter- und allgemeine Bildung" und "Regionales Hochschulzentrum Stettiner Haff" geleitet und durchgeführt.
Das Thema "Berufs- und Studienorientierung" wird auch im gleichnamigen Arbeitskreis, unter Leitung von Frau Haase behandelt. Unter folgendem Link können Sie sich über die Ergebnisse dieses Arbeitskreises informieren: Link zum Arbeitskreis "Berufs- und Studienorientierung".
1. Arbeitskreistreffen "Berufs- und Berufsfrühorientierung aus Sicht der Wirtschaft"
Bei dem ersten Treffen des Arbeitskreises „Bildungs- und Berufsbezogene Beratung und Qualifizierung“, das Anfang Mai in Pasewalk stattfand, stand die Berufs- und Berufsfrühorientierung aus Sicht der Wirtschaft als Startthema im Blickpunkt. Unternehmen, Verbände und Kammern, Arbeitsagentur und Jobcenter, die Bildungs- und Beschäftigungsträger sowie weitere interessierte Akteure waren zu dieser Diskussionsrunde eingeladen, um die Anforderungen von Wirtschaftsvertretern und Ausbildern an die Berufsfrühorientierung bei Kindern und Jugendlichen zu diskutieren.
Gisela Lübs, Team-Leiterin Beratung bei der Arbeitsagentur, stellte die Arbeit des Berufsinformationszentrum in Neubrandenburg vor. Sie ging auch auf die veränderte Situation am Berufsausbildungsmarkt und die weiter sinkenden Schulabgängerzahlen ein. Andrea Rabe, Berufsberaterin an fünf Schulen des Landkreises, stellte ihre Arbeit der Berufsorientierung dar.
Konsens der regen sich anschließenden Diskussion war, dass bei den Ausbildern neben dem fachlichen Wissen zunehmend auch die sozialen Kompetenzen und Eigenengagement bei den Schulabgängern hoch im Kurs stehen. Der direkte Kontakt von Unternehmen und Schule ist äußerst wichtig. Berufsorientierung müsse früher starten und ein kontinuierlicher, den Jugendlichen begleitender Prozess sein, um individuell und passend die Fähigkeiten, Interessen und Entwicklungen zu berücksichtigen. Dabei, so die einhellige Meinung der Teilnehmer, dürften die rückläufigen Schulabgängerzahlen nicht nur die Konkurrenz der Ausbildenden um die Leistungsspitze verstärken, sondern es müssten auch geeignete Möglichkeiten gesucht werden, Leistungsschwächere optimal in passende Ausbildungsfelder zu vermitteln.
Im Anschluss entspann sich ein reger Gedankenaustausch zu Fragen, wie sich die Wirtschaftsakteure besser in den Prozess der Berufsfrühorientierung an den Schulen einbringen können. Insbesondere ging es darum, was die Wirtschaft tun kann, um Schulabgänger für die regionale Arbeitswelt zu interessieren und zu einer geeigneten Ausbildung zu motivieren. Die gesammelten Ergebnisse fließen in den Arbeitskreis „Berufs- und Studienorientierung an Schulen“ ein und bilden die Grundlage für ein weiteres Treffen aller Akteure.
2. Arbeitskreistreffen- "Erster Bldungsträgerstammtisch"
Am Montag, 5. Juli, haben sich die im Landkreis tätigen Bildungsträger im Arbeitskreis „Bildungs- und Berufsbezogene Beratung und Qualifizierung“ getroffen, um über die Situation der Aus- und Weiterbildung zu beraten. Deutlich wurde, dass die Transparenz der vorhandenen Angebote verbessert werden muss, um möglichst vielen Bürgern den Zugang zu einer passgenauen und abgestimmten Weiterbildungslandschaft zu ermöglichen.
Herr Evers und Frau Schwartzer von der Weiterbildungsdatenbank Mecklenburg-Vorpommern, „Bildungsnetzwerk M-V“, waren eigens aus Schwerin angereist, um die landesweite unabhängige Datenbank mit ihren weiteren Angeboten vorzustellen und die Vorteile einer gemeinsamen Darstellung aufzuzeigen.
Was sind die regionalen Weiterbildungsbedarfe? Dazu wurden bisher noch nicht veröffentlichte Daten aus der aktuellen Firmenbefragung der Förder- und Entwicklungsgesellschaft (FEG) vorgestellt. Ein wichtiges Ergebnis ist, das branchenübergreifend ca. 50% der regionalen Unternehmen das verfügbare Fachkräfteangebot im Landkreis eher schlecht beurteilen. Der Fachkräftemangel bewirkt einen enormen Bedarf an Weiterbildung und ist eine große Chance für die regionalen Bildungsträger.
Aber wie können diese Chancen genutzt werden? Angesichts noch zu geringer Investitionen von Unternehmen in Weiterbildung und rückläufiger Fördermittel durch die Bundesagentur für Arbeit fragen sich momentan viele Bildungsträger vor allem, wie sie ihre Kurse kostendeckend durchführen können. Gerade in Bereichen mit ähnlichen Angeboten der Bildungsträger, muss über neue Kooperationsformen nachgedacht werden. Dazu wurden auch aktuelle Fördermöglichkeiten und Ausschreibungen aus Mitteln des Bundesinstitutes für Berufsbildung und des Bundesministerium des Inneren vorgestellt.
Die teilnehmenden Bildungsträger sind übereingekommen, sich in erweiterter Runde im Herbst erneut zu treffen, um über geeignete Kooperationsformen zur besseren (über)regionalen Vermarktung der Bildungsangebote zu beraten. Diskutiert werden soll auch, wie eine gemeinsame Außendarstellung die Bedeutung der Weiterbildungsbranche in der Region im Sinne einer kommunalen Daseinsvorsorge verbessert darstellen kann.

3. Arbeitskreistreffen- "Zweiter Bildungsträgerstammtisch"
Zum dritten Mal trafen sich die regionalen Bildungsträger am 25. Oktober 2010 in erweiterter Runde zum Erfahrungsaustausch in Pasewalk.
Prenzlau und die Uckermark liegen direkt vor der Haustür - wie ist dort die Weiterbildungslandschaft aufgestellt? Wie gut funktioniert die Zusammenarbeit der Akteure angesichts der aktuellen Herausforderungen auf dem Weiterbildungsmarkt?
Zu diesem Bildungsträgerstammtisch kamen regionale Bildungsträger und weitere Akteure wie die Agentur für Arbeit, der Bauernverband, der Arbeitslosenverband Uecker-Randow, die IHK Neubrandenburg und Vertreter aus Wirtschaft und Politik zusammen, um über mögliche Kooperationen zu beraten. Die Gastreferentin Anja Schulz, Geschäftsführerin des „Uckermärkischen Regionalverbunds e. V. Barnim-Uckermark“ (URV), hielt einen Vortrag über „Möglichkeiten, Chancen und Grenzen der Vernetzung von Bildungsträgern“.
„Es gibt in der Zusammenarbeit von Bildungsträgern immer Vorbehalte. Dennoch ist eine Zusammenarbeit bei Themen, die alle angehen, möglich“, so die Referentin. Bildungsangebote müssten sich durch Qualität und Passgenauigkeit für den Bürger auszeichnen, dann gebe es auch weniger Bildungsabbrüche. Grundidee der Weiterbildung ist das Programm des „lebenslangen Lernens“. Dafür – und auch als Sprachrohr der Bildungsträger und der anderen Mitglieder – setze sich der Verein in Gremien und bei der Politik ein. Auch in der Uckermark gebe es den schmerzlichen Prozess der Marktbereinigung und bundesweit tätige Anbieter, die sich bei schlechter Marktlage wieder entfernten. Für kleinere regionale Bildungsträger könne dies das wirtschaftliche Aus bedeuten. Interesse weckten die ersten Erfahrungen mit gemeinsamen Vorhaben. So wollte man zunächst in anfänglicher Euphorie eine eigene Datenbank erstellen, habe aber bald entschieden, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen und die landeseigenen Weiterbildungsdatenbanken Brandenburg und M-V gut mit Informationen zu versorgen. So konnte die Vielfalt der regionalen Angebote transparent gemacht werden.
Der URV ist auch Träger der Bildungsberatungsagentur Uckermark. Diese begleitet die Bürgerinnen und Bürger auf ihrem individuellen Bildungsweg im Bereich des Arbeitsmarktes, aber auch darüber hinaus. In Kürze wird es auch im Landkreis Uecker-Randow entsprechende Angebote zur Bildungsberatung von Seiten des Projekts „Lernen vor Ort – BildungsLandschaft Uecker-Randow (BL’UER)“ geben. Dieses Thema stieß bei den Anwesenden auf reges Interesse. Neben der Integration in den Arbeitsmarkt gehe es auch um Weiterbildung jenseits der Fördertöpfe von ARGE oder den Arbeitsagenturen. Christian Justa, Leiter der Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit im Landkreis Uecker-Randow, regte an, dazu gezielt Angebote für die speziellen (zeitlichen) Bedürfnisse der Berufstätigen zu schaffen. Passende Fördermöglichkeiten für die Weiterbildung in Firmen gebe es bereits, zum Beispiel das „WeGebAU-Programm“.
Weiterhin wurde das mögliche Vorgehen diskutiert, um einen Überblick über die Aufstellung der einzelnen Bildungsträger am Markt zu gewinnen. Dadurch könnten mögliche Kooperationspartner leichter identifiziert und das regionale Angebot für die Nutzer transparenter gemacht werden. Anschließend wurden Beispiele erfolgreicher Netzwerkarbeit aus dem ganzen Bundesgebiet vorgestellt und auf aktuelle Fördermöglichkeiten hingewiesen. „Netzwerkarbeit bedeutet, wenn sie gut gemacht ist, immer einen Mehrwert für die Teilnehmer“, so Heidrun Hiller, Projektmitarbeiterin an der Hochschule Neubrandenburg. Das nächste Treffen der Akteure ist für Anfang 2011 geplant.
Christian Herkt
Projektmitarbeiter
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Projekt: Deutsch-polnische Bildungslandschaft
Projekt: Regionales Hochschulzentrum "Stettiner Haff"
Heidrun Hiller
Projektmitarbeiterin
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Projekt: Regionales Hochschulzentrum "Stettiner Haff"
Dr. Klaus Mües-Baron
Bildungsberater
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Projekt: Bildungsberatung Arbeitsmarkt, Weiter- und allgemeine Bildung
Dr. Karola Stark
Bildungsberaterin
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Projekt: Bildungsberatung Arbeitsmarkt, Weiter- und allgemeine Bildung









