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Arbeitskreis Berufs- und Studienorientierung


Der Arbeitskreis "Berufs- und Studienorientierung" kam bisher zweimal zusammen. Nachfolgend können Sie sich über die Ergebnisse der Treffen informieren.

Das Thema der Berufs- und Berufsfrühorientierung aus Sicht der Wirtschaft wurde ebenfalls im Arbeitskreis "Bildungs- und Berufsbezogene Beratung und Qualifizierung" diskutiert. Unter folgendem Link können Sie sich übr die Ergebnisse dieses Arbeitskreises informieren: Link zum Arbeitskreis BBBQ.

1. Arbeitskreistreffen

Brücke zwischen Fähigkeiten junger Leute und Anforderungen schlagen

Was leisten die Schulen bereits in der Berufsorientierung? Welche Erwartungen gibt es an die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Hochschulen?

Diesen Fragen sind neun Lehrerinnen und Lehrer von Regionalen Schulen, Förderschulen, Gymnasien sowie eine Vertreterin des Pasewalker Jugendamtes auf Einladung der Initiative „Lernen vor Ort- BildungsLandschaft Uecker-Randow“ intensiv nachgegangen. Einvernehmlich stellten die Teilnehmer der Runde das Fehlen einer Brücke fest, die zwischen den Lernproblemen, aber auch den Fähigkeiten von Jugendlichen und den (steigenden) Anforderungen der Betriebe vermitteln kann. Die bekannten Übergangsprobleme in eine Ausbildung dürfen jedoch nicht allein auf mangelnde Schulleistungen zurückgeführt werden. Es gehe vielmehr darum, Motivation und Selbständigkeit junger Menschen zu fördern und die Eltern als Partner der Berufsorientierung zu gewinnen. Nicht zuletzt müsse ein direkter Kontakt zur regionalen Wirtschaft gepflegt werden.

In der Diskussionsrunde zeichnete sich ein Konsens darüber ab, dass auch für die Begabtenförderung in der Region mehr getan werden muss. Wichtig hierfür ist unter anderem eine stärkere Mitwirkung von Hochschulen. Das Treffen endete mit dem Wunsch der Teilnehmer, die erörterten Themen im Rahmen eines breiteren regionalen Netzwerkes direkt nach konkreten Lösungen zu suchen. Die Initiative „BildungsLandschaft Uecker-Randow“ will einen Beitrag zur Verbesserung der Ausbildungschancen junger Menschen leisten und greift daher zur Unterstützung der Schulen und Ausbildungspartner in der Region die konkreten Wünsche der Diskussionspartner auf.

2. Arbeitskreistreffen

Austausch über "Praktika und Projekte mit Betrieben" im Landkreis Uecker-Randow

 

Die Powerpoint-Präsentation des Referenten Thomas Bohn können Sie unter folgendem Link abrufen: "Herr Bohn- Parchimer Übergangsmanagement Schule Beruf, 07. Oktober 2010 Torgelow"

 

 

In der Berufsorientierung spielt das Schülerpraktikum in einem Betrieb eine zentrale Rolle. Welchen Nutzen ziehen Jugendliche aus der praktischen Erfahrung für die Berufsfindung und wie wird das regionale Angebot eingeschätzt?

Am 7. Oktober 2010 kamen auf Einladung von Frau Haase, Mitarbeiterin des Projektes „Lernen vor Ort- BildungsLandschaft Uecker-Randow“, 34 VertreterInnen von Schulen, den Wirtschaftskammern, der Agentur für Arbeit, von Bildungsträgern sowie aus weiteren Einrichtungen im Mehrgenerationenhaus Torgelow zusammen, um Antworten auf diese Fragen zu finden.

Gastreferent Thomas Bohn, Leiter der Koordinierungsstelle für Schule-Wirtschaft „ParMa“ (Parchimer Übergangsmanagement), stellte eingangs die im Landkreis Parchim entwickelte Internetplattform für Berufsorientierung vor. Die Website http://www.ausbildungsnetz-parchim.de/ zeigt Praktika-, Ausbildungsplätze und Berufsbilder der Region auf. Das Parchimer Ausbildungsnetz ist ein gelungenes Modell, in dem berufliche Chancen in der Region für Jugendliche, Schulen und Eltern transparenter werden und Vernetzung zwischen Schule und Wirtschaft gefördert wird.

Die anschließende Diskussion zeugte von der Vielschichtigkeit der Probleme und der Bedarfe im Landkreis. Für die RegionalschülerInnen wurden die Praktikamöglichkeiten z. T. als ausreichend und vielfältig angesehen. Gewünscht wurden dagegen mehr lokale Angebote für AbiturientInnen im Rahmen der Studiumsorientierung. Ebenso haben Jugendliche von Förderschulen nicht immer einen leichten Zugang zu Betrieben. Schließlich wurde auch die Frage aufgeworfen, welche Perspektiven für Jugendliche mit Behinderungen – neben den Werkstätten – eröffnet werden können. In diesem Zusammenhang stellte u. a. ein Bildungsträger aus Greifswald seine Möglichkeiten vor.

Die Diskussion machte auch deutlich, dass bestehende Angebote z. B. von den Kammern, der Arbeitsagentur oder direkt von Betrieben noch zu wenig bekannt sind und genutzt werden.

Wie die Orientierungen der Jugendlichen und die Angebote aus der Wirtschaft stärker zusammen kommen können, wurde unterschiedlich und auch kontrovers diskutiert. Einerseits stellte sich die Frage nach einer Internet-Ausbildungsplattform, ausgerichtet auf den Landkreis Uecker-Randow. Andererseits gab es Bedenken, wer diese tragen soll und ob die bestehenden Angebote nicht schon ausreichen. Wichtig bei allen Instrumenten ist in jedem Fall, die Jugendlichen in ihrer Selbständigkeit zu fördern.

Ein wichtiges Ergebnis des Treffens war, dass durch den direkten Austausch und Informationsfluss die betrieblichen Angebote besser bekannt und genutzt werden können. So könnte man im direkten Gespräch mit den Kammern studiumsorientierte Praktikamöglichkeiten nachfragen oder die Vor-Ort Beratungsangebote der Kammern und der Arbeitsagentur stärker nutzen. In Fortführung dieses Austausches gilt es herauszufinden, welche weiteren berufsorientierten Ansätze im Landkreis sinnvoll und gewinnbringend für die Jugendlichen und die regionale Wirtschaft sind.

Marina Haase
Projektmitarbeiterin
Kontakt aufnehmen
Projekt: Bildungsübergänge in schulischen Lernwelten
Projekt: Von der Schule in die Ausbildung

Andrea Laurich
Projektmitarbeiterin
Kontakt aufnehmen
Projekt: Bildungsübergänge in schulischen Lernwelten
Projekt: Senioren- und Ehrenamtsnetzwerk für Kinder- und Jugendarbeit

 
Zitat der Woche

Das Verhängnis unserer Kultur ist, dass sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.
(Albert Schweitzer)

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