Arbeitskreis Erziehungspartnerschaften
1. Arbeitskreistreffen
Das erste Arbeitskreistreffen „Erziehungspartnerschaften“ hat jüngst im AWO-Familienzentrum Pasewalk-Ost stattgefunden. Zu dem zweistündigen Treffen erschienen 13 Teilnehmerinnen aus den Arbeitsbereichen Kindertagespflege, Kindertagesstätten, Verwaltung und der Familienhilfe. Vertreter aus den Schulen waren leider nicht anwesend und sind aufgerufen, sich an den nächsten Arbeitskreisen zu beteiligen. Im Wesentlichen diskutierten die Teilnehmer in Kleingruppen vertiefend zum Thema Hausbesuche - eine der Ideen, die im Workshop der Auftaktveranstaltung von den Teilnehmern als wichtig für den partnerschaftlichen Austausch zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften herausgearbeitet worden war.
Im zweiten Teil benannten die Akteure die für die nächsten Arbeitskreise interessanten Themen und ordneten diese nach Wichtigkeit. Sie trafen organisatorische Absprachen für die folgenden Zusammenkünfte. Von besonders großem Interesse waren die Themen Übergangsgestaltung von der Kindertagespflege in die Kindertagesstätte und von der Kindertagesstätte in die Grundschule sowie die Führung von Konfliktgesprächen mit Eltern.
2. Arbeitskreistreffen
Zum zweiten Treffen trafen sich VertreterInnen aus Schulen, Kitas, Kindertagespflege, der Verwaltung des Landkreises und Elternräten, um gemeinsam über Fragen der Kooperation von Eltern und Einrichtungen nachzudenken. Mittlerweile ist die Runde auf 19 Personen angewachsen. Entsprechend der Vereinbarung aus dem ersten Treffen, lag diesmal der Schwerpunkt auf der Diskussion über die Gestaltung von Eingewöhnung und Übergängen.
Zunächst wurde das Elternbildungszentrum genauer vorgestellt. Dann arbeiteten die Teilnehmer in Kleingruppen zu bestimmten Thesen über die Transition. Ein Schwerpunkt war, die Übergangsgestaltung nicht als Kooperation von Einrichtungen zu begreifen, sondern als einen individuellen Prozess der Neuorientierung. Die damit verbundenen Herausforderungen müssen von der gesamten Familie gemeistert werden. In den Kleingruppen wurde darüber diskutiert, wie diese Prozesse für alle Beteiligten transparent gestaltet werden können und welche Unterstützungsformen sinnvoll und umsetzbar sind. Hier kam ein lebhafter Austausch zu Stande und es wurden interessante Ideen entwickelt, zum Beispiel Patenschaften für „neue“ Eltern anregen oder Hilfen zur Gestaltung des veränderten Tagesablaufs in den Familien.
Durch die hohe fachliche Kompetenz der TeilnehmerInnen und das große Engagement in der Diskussion war es möglich, sehr viele praktikable Anregungen vorzustellen.
Von der Idee bis zur Verankerung in das Qualitätsmanagementsystems ist es aber noch ein weiter Weg. Das "Elternbildungszentrum" möchte Einrichtungen und Kindertagespflegepersonen darin unterstützen, solche Ideen auch zu realisieren und wird bei Anfragen den Prozess der konkreten Umsetzung begleiten.
3. Arbeitskreistreffen
Das Treffen im September, zu dem pädagogische Fachkräfte aus der Kindertagespfege, Kita, Schule, sowie Elternvertreterinnen und Elternvertreter zusammenkamen, behandelte das Thema „Schwierige Gespräche“. Da schwierige Gespräche vor allem geübt werden müssen, konnte dieses Treffen nur den Einstieg darstellen. Als erstes erzählten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer Paarübung von einem Gespräch, das ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist. Dabei ging es nicht in erster Linie um die Gesprächsinhalte, sondern um die Art des Gespräches: Wie ist das Gespräch verlaufen? Was tat Ihnen gut dabei? Wie waren die Rahmenbedingungen? Nach je fünf Minuten war der andere
Gesprächspartner an der Reihe.
Rückblickend auf den letzten Arbeitskreis zu „Übergängen“ konnte festgestellt werden, dass die Thematik weiterhin interessant bleibt. Es wurde angeregt, die Übergangsgestaltung im Frühjahr/Sommer nächsten Jahres noch einmal konkret im Arbeitskreis aufzugreifen. Wir vom Projekt „Lernen vor Ort-BildungsLandschaft Uecker-Randow“ unterstützen Sie und ihre Einrichtung gern auch direkt vor Ort bei der Umsetzung der von uns gemeinsam erarbeiteten Standards. In Einzelarbeit ergänzten die Teilneh-
merinnen und Teilnehmer nun auf Moderationskarten die Sätze:
„Gespräche fallen mir leichter, wenn mein Gegenüber…“
„Gespräche fallen mir schwer, wenn mein Gegenüber…“
Sie stellten die Ergebnisse dann im Plenum vor. Den Teilnehmenden wurde von uns eine Checkliste zur Vorbereitung eines schwierigen Gespräches ausgehändigt. Anhand eines Praxisbeispiels (Hausmeister) wurde im Plenum die Vorbereitung auf ein solch schwieriges Gespräch diskutiert. Für den nächsten Arbeitskreis wurde das Thema „Elternmotivation“ vereinbart.
4. Arbeitskreistreffen
Das vierte Arbeitstreffen begann mit einer Rückschau auf den letzten Arbeitskreis. Danach arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Wesentlichen heraus, wann sie selbst motiviert sind. Im Anschluss daran berichteten zwei Elternvertreterinnen über ihre Arbeit im Elternrat und was sie persönlich dazu motiviert, sich an ihrer Kita und Grundschule einzubrin-
gen. Es kam ein sehr interessanter Austausch zwischen den Anwesenden zu Stande. Es wurde dabei auch klar, dass selbst den Eltern, die sich für eine Mitarbeit im Elternrat entscheiden, oft die Erwartungen, die an sie gestellt werden und die Möglichkeiten, die die Mitarbeit in diesem Gremium bietet, nicht klar sind. Es wäre also nötig, die Anfänge der Elternratsarbeit in Kitas und Grundschulen zu begleiten und sie so zu organisieren, dass eine kontinuierliche Arbeit trotz jährlicher Neuwahlen möglich wird.Wir vom Teilprojekt Elternbildungszentrum bieten Elternräten in Grundschulen und Kitas dabei unsere Hilfe an. Im nächsten Arbeitskreis wollen wir das Thema „Elternmotivation“ noch vertiefen und darüber sprechen, wie man die Eltern erreicht, die sonst nur schwer erreicht werden.
5. Arbeitskreistreffen
Am 19.01.2011 fand der fünfte Arbeitskreis zum Thema "Erziehungspartnerschaften" statt. Das Thema „Elternmotivation“ aus dem letzten Arbeitskreis wurde an diesem Tag fortgeführt.
Begonnen wurde mit einer kurzen Übung zum „ersten Eindruck und der Wirklichkeit“.
Immer zwei Teilnehmerinnen, die sich noch nicht gut kannten, beobachteten einander genau. Dann versuchten sie einzuschätzen, welche Hobbys ihr Gegenüber haben könnte, was er/sie wohl am liebsten isst, was ihr Lieblingsfach in der Schule war, welchen Sport sie gut findet u.s.w. Im gemeinsamen Gespräch fanden beide Partner dann heraus, ob der erste Eindruck stimmte, oder nicht. Es ergaben sich lebendige Gespräche, in denen sich die Gruppe auch persönlich näher kennen lernte.
Nach einer Zusammenfassung zu Motivationsgrundlagen und Motivation begünstigenden Faktoren, planten die Teilnehmerinnen in Kleingruppen eine Aktivität in ihrer Einrichtung, bei der die Eltern von Anfang an informiert und eingebunden sein sollten. Eine Gruppe beschäftigte sich mit der Organisation eines Sportfestes und die andere mit einem Projekt über Gewaltfreie Kommunikation in die Kita, das auch in die Elternhäuser ausstrahlen sollte.
Am Ende konnte jeder für sich neue Erkenntnisse und Anregungen für die Zusammenarbeit mit Eltern in seiner Einrichtung mitnehmen, wie die „dicken Fische“ im Fischernetz unserer Abschlussrunde zeigen.
Im nächsten Arbeitskreis beschäftigen wir uns mit dem Thema „Elternratsarbeit“.
Ihre Anregungen nehmen wir im Voraus gern entgegen.
Kontakt
Michael Götze-Ohlrich
Projektmitarbeiter
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Projekt: Elternbildungszentrum
Katharina Vorbau
Projektmitarbeiterin
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Projekt: Elternbildungszentrum









