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Für mehr Bildung in der Region: Drei Teams machen sich jetzt gemeinsam auf den Weg


Zum ersten Mal sind die Mitarbeiter des Projekts „Lernen vor Ort“ zu einem  Arbeitstreffen im neuen Großkreis Vorpommern-Greifswald zusammen gekommen. Ziel des Treffens war es, dass sich die Mitarbeiter aller drei Standorte – Pasewalk, Neubrandenburg und Anklam –  kennen lernen. Außerdem wurde  in Anklam der Grundstein für die weitere Zusammenarbeit gelegt. Schließlich wollen die Teams, die bisher für die Altkreise Uecker-Randow und Ostvorpommern tätig waren, 2012 gemeinsam in eine zweite Antragsphase starten.

Aus gutem Grund, betonte Bildungsdezernent Dennis Gutgesell und wies zu Beginn des Arbeitstreffens auf die noch immer großen Defizite in der Bildungslandschaft der Region hin. Auch vor diesem Hintergrund spiele „Lernen vor Ort“ eine große Rolle, zeigte er sich optimistisch, dass das Projekt in eine zweite Runde gehen kann, auch mit dem notwendigen Personal. „Wir sind ein sehr, sehr großer Landkreis, wenn wir etwas bewegen wollen, brauchen wir eine vernünftige Ausstattung."

Und das, was mit der vom Bund geförderten Initiative seit 2009 erreicht wurde, kann sich  sehen lassen. Derzeit entsteht beispielsweise der erste Bildungsbericht (www.unser-bildungsbericht.de) für den Großkreis.  Und es gibt noch viel mehr. „Du bist ein Talent“ ist ein Patenschaftsmodell zwischen Schule und Unternehmen, das Förderschülern in Pasewalk den Weg in eine Ausbildung erleichtern soll. Entwickelt wurde das Konzept von der Randstadtstiftung – ein Themenpate von Lernen vor Ort. Außerdem sind drei Bildungsberater an elf Standorten im Landkreis tätig. Und erstmals wird eine Übersicht über alle deutsch-polnischen Bildungsangebote an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen im gesamten Landkreis erarbeitet. Auch in Sachen Ehrenamt haben die Projektmitarbeiter einiges auf die Beine gestellt. So arbeiten in der Modellgemeinde Strasburg in vier kleineren Projekten Senioren mit Kindern und Jugendlichen zusammen. Zum Beispiel nähten die Frauen des Treffpunkts Hilfsbereitschaft e.V. Kostüme für ein Jugend-Theaterstück.

Darüber hinaus wurde die Vernetzung von Tagesmüttern und Kitas im Kreis angeschoben, um Kindern beispielsweise den Übergang in den Kindergarten zu erleichtern. Es gibt inzwischen drei Eltern-Kind-Zentren, außerdem wird eine Zukunftskonferenz zur FamilienBildung im Landkreis vorbereitet. Und dann ist da das Lernmuseum, in dem  gemeinsam mit Kita- und Schulkindern Projekte zu historischem Handwerk, Straßennamen oder zur klingenden Stadt entstanden sind. Ein UniDorf gibt es zudem in Ducherow. Dort gestalten Schüler und Studenten gemeinsam mit den Dorfbewohnern ihr Lebensumfeld nach eigenen Wünschen. Weiterhin haben Projektmitarbeiter dafür gesorgt, dass ein Kinder- und Jugendbeirat im Landkreis installiert wird. Dazu gibt es die Idee vom Haus des Lernens, die in der Hochschule Neubrandenburg entwickelt wird. 

Das Ziel ist jetzt, den Antrag für die zweite Förderphase auf den Weg zu bringen. „Denn wir wollen die  Flämmchen zu Leuchtfeuern entwickeln“,  sagte Projektleitungsmitglied Dr. Michael Heinz während des Treffens.

Text/Fotos: Anke Radlof

Foto1: Das Großteam, Foto2: Enrico Stahlkopf, Foto3: Antje Kausler

 

 
Zitat der Woche

Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.
(Friedrich Wilhelm Nietzsche)

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